Forschung und Dauerbeobachtung

Waldkundliche Forschung

Es ist nicht verwunderlich, dass ein an landschaftlichen Schönheiten so außerordentlich reiches Gebiet im Laufe der Zeit von zahlreichen Botanikern aufgesucht wurde. Bereits die erste Florenbeschreibung, WEIGELs “Flora Pommerano rugica …” aus dem Jahre 1769 enthält eine Reihe von Angaben zum Gebiet. Auch in den Arbeiten von GRÜMBKE (1800), ZIEMSSEN & HORNSCHUH (1819) und BOLL (1858), um nur einige wenige zu nennen, finden sich floristische Angaben zum Gebiet. Die vegetationskundliche Untersuchung der Wälder begann 1932 durch MARKGRAF. Er publizierte erste Vegetationsaufnahmen. 1933/34 folgten Arbeiten zur Standortsökologie und Soziologie des Buchenwaldes von Hartmann und 1951 von MEUSEL. 1964 erschien die Dissertationsschrift JESCHKEs “Die Vegetation der Stubnitz.

Gegenwärtig erfolgen waldkundliche Forschungen im Rahmen von Diplomarbeiten. Regelmäßig besuchen studentische Exkursionsgruppen das Gebiet.

Seit 1929, dem Jahr der Unterschutzstellung eines großen Teils der Stubnitz, werden hier sporadisch Forschungen durchgeführt. Seit 1990 (Gründung des NLP Jasmund) erfolgt dies systematisch. Zu den anfänglich 15 Beobachtungsflächen (jeweils zwischen 0,1 und 0,4 ha groß) kamen seit 1998 im Rahmen eines Monitoringverfahrens des Landes M/V noch 3 große Vergleichsflächen hinzu (jeweils über 20 ha groß). Die Auswahl der Beobachtungsflächen erfolgt nach Naturwaldnähe bzw. in jüngerer Vergangenheit bewirtschafteten Arealen Folgende Parameter wurden bzw. werden erfasst:

  • Boden: Bodenart, Körnung, Bodentyp, Häufigkeit der Arten
  • Bodenvegetation: Erfassung, Häufigkeit und Verteilung der Arten auf der Fläche
  • Baumbestand: Alter, Durchmesser, Höhe, Verteilungsdichte, Absterberate / Ursache
  • Bestockungsstruktur: Schichtung des Bestandes, Verjüngung, Kronenprojektion,
  • Totholzanteil

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