Gebietsentwicklung

Schutz, aber auch Pflege

Nationalparke dienen sowohl dem strengen Schutz der Natur wie auch dem Naturerlebnis. Diese gegensätzlichen Zielsetzungen sind nur durch einen Kunstgriff zu vereinbaren, durch die Zonierung in Bereiche mit unterschiedlicher Zielstellung: in Kern- und Pflegezonen.

86,6 % der Gesamtfläche sind Kernzone, das sind 2.600 ha Wald, Moore, Küste und Wasserfläche der Ostsee. Dort wird Natur pur zugelassen, Naturprozesse können ohne menschliche Eingriffe ablaufen. Planmäßig entfernt werden jedoch die wenigen, vor Ausweisung des Nationalparkes gepflanzten Nadelbäume und Pappeln.

Die Pflegezone ist mit einer Größe von 403 ha deutlich kleinflächiger. Sie umfasst 13,4 % der Gesamtfläche. In dieser Zone greift der Mensch „pflegend“ in das natürliche Geschehen ein. Einerseits wird – nördlich von Sassnitz und in Stubbenkammer – das Gebiet dem Menschen zum Zwecke der Erholung und Bildung erschlossen. Andererseits werden vom aussterben bedrohte Pflanzengesellschaften und historische Formen der Waldnutzung in der Pflegezone bewahrt.

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