Wasser im Nationalpark Jasmund

Der Weg des Wassers, von der Quelle zum Meer – auf Jasmund kann man ihn erleben

Naturbelassene Quellen und Bäche sind in Mitteleuropa selten geworden. Damit sind einzigartige Lebensräume verschwunden. Doch auf Jasmund gibt es noch zahlreiche Quellen und Bäche, die sich ungestört ihren Weg durch den Wald bahnen.

Bach im Wald im Nationalpark Jasmund © Jürgen Reich
Bäche formen bis heute die Landschaft des Jasmunds.
Bäche formen bis heute die Landschaft des Jasmunds.
Rotbauchunke im Nationalpark Jasmund © I. Stodian
Rotbauchunke
Rotbauchunke
Bach in nebligen Buchenwald im Nationalpark Jasmund © I. Stodian
Zahlreiche kleine Bäche durchziehen den Wald.
Zahlreiche kleine Bäche durchziehen den Wald.

Lebensspendendes Nass - immer im Fluss

Der Erhalt des immer noch sehr naturnahen Wasserhaushalts ist ein wesentliches Schutzziel im Nationalpark. Ostjasmund ist das niederschlagsreichste Gebiet an der deutschen Ostseeküste mit ca. 760 mm pro Jahr. Eine geringe Menge des Niederschlages bewegt sich auf den Bruchflächen der Eiszeit durch die Kreide. Das versickerte kalkreiche Wasser tritt in Quellen wieder zutage. Es gibt Quellen, die eisenreiches Wasser führen, und solche, die sich durch erhöhte Schwefelwasserstoff- und Kohlendioxid-Gehalte auszeichnen. Die größeren Bäche entspringen in Quellmooren des Hochbereiches und fließen frei mäandrierend durch den Buchenwald zum Steilufer. Dort strömt das Wasser mit hoher Geschwindigkeit und stürzt zum Teil über kleine – für Mecklenburg-Vorpommern jedoch gewaltige – Wasserfälle die Hänge hinab zum Strand.

Im Nationalpark gibt es nur wenige Seen und Weiher, die meisten sind bereits verlandet. Für den Wasserhaushalt erfüllen die Moore eine wichtige Speicherfunktion.