Besuchermanagement im Nationalpark
Wege in die Wildnis
Ein Wegenetz aus 61 km Fußwanderwegen, 82 km Rad- und Wanderwegen und 16 km Reitwegen spannt sich durch den Nationalpark (Stand 2026-02). Hierbei ist eine klare Wegeführung notwendig, damit sich die Besucher zurechtfinden und sich nicht gegenseitig behindern und vor allem, damit Pflanzen und Tiere nicht gestört werden. Diese besondere Natur beobachten und erleben zu können, geht am besten vom Weg aus. Alle Wege sind in unserer interaktiven Karte zu finden.
Informationen im Gelände
Infotafeln an den Eingängen und im Gebiet und eine umfangreiche Beschilderung im Gelände erleichtern die Orientierung und vermitteln die wichtigsten Regeln im Nationalpark sowie Wissenswertes zu Natur und Landschaft. Falls im Notfall Hilfe gerufen werden muss, erleichtern die Orientierungspunkte die Beschreibung des Standortes.
Beobachtungsplattformen
Um die wertvolle Natur erlebbar zu machen, ohne zu stören, wurden 3 Aussichtsplattformen im Nationalpark (Stand 2026-02) errichtet. Von dort aus gibt es einen atemberaubenden Blick in die Landschaft.
Alle Aussichtspunke und Beobachungsstände sind in unserer interaktiven Karte zu finden.
Besonderer Schutz am Hochuferweg
Oberhalb der Kreideküste verläuft die beliebteste Wanderroute im Nationalpark, unter schattigen Buchen und mit atemberaubenden Panorama-Blicken. Der Hochuferweg verläuft mit sicherem Abstand zur Kliffkante. Über 90.000 Besucher (Mittel 2024/2025) nutzen ihn jährlich, was die Nationalparkverwaltung vor besondere Herausforderungen der Besucherlenkung stellt.
Leider bewegen sich immer wieder Menschen abseits des markierten Weges, um noch schönere Blicke und Fotopunkte zu erreichen. Dies birgt Gefahren für die Sicherheit der Menschen und für die Natur. So kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen, auch mit tödlichem Ausgang, nebst gefahrvollen Rettungseinsätzen. Die Störung von Waldboden und Waldvegetation, Pilzen und anderen Waldbewohnern ist eine weitere Folge des Wegeverlassens. Aus ersten Abstechern bilden sich schnell Trampelpfade, die weitere Besucher an die Kliffkante locken, die Vegetation zerstören und den Boden verdichten.
Maßnahmen zur Lenkung, wie Schilder und deutliche Kennzeichnung des erlaubten Weges, konnten das Ausbilden immer neuer Pfade bisher nicht verhindern. Auch Barrieren aus Totholz wurden umgangen. Über 100 illegale Trampelpfade und acht illegale Abstiege zum Strand entstanden im Schutzgebiet und erforderten weitere, noch deutlichere Lenkungsmaßnahmen. Seit April 2026 zeigen zusätzlich kniehohe Barrieren den korrekten Verlauf des Weges an, zunächst in einem ersten Abschnitt. Generell, auch ohne Zaun, gilt: wer sich abseits des markierten Weges bewegt, stört die geschützte Natur, begeht eine Ordnungswidrigkeit im Nationalpark und riskiert Gesundheit und Leben.