Volunteer Ranger unterwegs in der Natur

17 Jugendliche, drei Schutzgebiete und ein gemeinsames Ziel: Beim ersten Regionalen Volunteer Ranger Treffen 2026 kamen Jugendliche zu einer gemeinsamen Kanutour zusammen. Der Tag bot Naturerlebnis, Teamgeist und Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen.

Gruppenfoto von Jugendlichen in Kanus auf dem Wasser © Elisabeth Grüner
Volunteer Ranger der drei Schutzgebiete gemeinsam auf Kanutour

Grauer Himmel, leichter Wind und ein paar Regentropfen konnten die Stimmung nicht trüben: 17 Jugendliche machten sich beim ersten Regionalen Volunteer Ranger Treffen gemeinsam mit den Teams der Umweltbildung auf den Weg. Mit dabei waren die Hiddenseer Jugend des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, die Volunteers des Nationalparks Jasmund sowie Jugendliche aus dem Biosphärenreservat Südost-Rügen.
 

Am Strand von Schaprode warteten bereits die Kanus. Nach einer kurzen Begrüßung, Sicherheitseinweisung und der Ausstattung mit Schwimmwesten wurden die Paddelteams zusammengestellt. Werner und sein Team von Wiking Surf Schaprode unterstützte die Gruppe dabei. Mit einem guten Gespür für die Zusammenstellung der Teams und einigen Fachfragen rund um Wind und Wetter war schnell klar: Die Kanuten waren bereit für die große Fahrt. Natürlich bekam jedes Boot zunächst noch einen eigenen, möglichst kreativen Namen.
 

Dann hieß es: Leinen los!

Auf dem Wasser zeigte sich schnell, was den Volunteer Ranger Gedanken ausmacht: Gemeinsam geht vieles leichter. Die Jugendlichen unterstützten sich gegenseitig, besprachen Herausforderungen und fanden gemeinsam Lösungen. Dabei spielte es keine Rolle, aus welchem Schutzgebiet die anderen kamen. Besonders die erfahrenen Kanufahrerinnen aus dem Biosphärenreservat Südost-Rügen fuhren mit viel Erfahrung voran.
 

Eine kurze Pause auf dem Wasser bot Gelegenheit für ein gemeinsames Gruppenfoto und eine Runde „Kanu-Luna-Ball“. Als der Wind auffrischte und der Regen einsetzte, wurde schließlich der Rückweg angetreten. Doch auch das ungemütlichere Wetter konnte die gute Stimmung nicht bremsen. Auf dem Wasser wurde sogar gemeinsam gesungen – und so erreichte die Gruppe gut gelaunt ihren Ziel-Heimathafen.
 

„Die Interaktion untereinander auf den Kanus zu beobachten, war besonders schön. Herausforderungen wurden gemeinsam besprochen und gelöst. Am Ende kamen nicht nur alle sicher mit dem Kanu voran, sondern hatten auch viel voneinander und miteinander gelernt“, resümiert die Organisatorin Christin Loll von der Umweltbildung im Nationalpark Jasmund.
 

Für zusätzliche Sicherheit sorgte Rettungsschwimmer Jakob aus Eberswalde. Viel zu tun gab es für ihn glücklicherweise nicht: Lediglich ein Kanu ging kurzzeitig baden – allerdings im knietiefen Wasser und damit ohne größere Folgen.

Zurück am Strand wartete bereits eine wohlverdiente Stärkung auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – ein gelungener Abschluss des Tages.
 

Brücken zwischen den Schutzgebieten

Das Treffen war mehr als nur eine gemeinsame Kanutour. Es sollte den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich über die Grenzen ihrer jeweiligen Schutzgebiete hinweg kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Denn jedes Schutzgebiet hat seine eigenen Besonderheiten – und seine eigenen Geschichten.

„Wir hoffen, dass aus dem Treffen dauerhafte Freundschaften und neue Verbindungen entstehen und die Jugendlichen sich auch künftig gegenseitig in ihren Schutzgebieten besuchen. Wenn sie gemeinsam die Natur ihrer jeweiligen Regionen entdecken und ihr Wissen miteinander teilen, profitieren am Ende alle davon – vor allem die Natur“, so das Fazit der Organisatorin.
 

Auch für die Zukunft ist bereits eine Fortsetzung geplant: Das Treffen soll künftig jährlich stattfinden. Im kommenden Jahr möchte das Biosphärenreservat Südost-Rügen die Volunteer Ranger einladen. Dann könnte aus dem Tagesausflug sogar ein gemeinsames Wochenende mit Übernachtung werden. Auch der Insula Rugia e.V. möchte die Jugendlichen wieder dabei unterstützen.

Damit ist der Grundstein für eine neue Tradition gelegt: Jugendliche aus verschiedenen Schutzgebieten lernen voneinander, erleben gemeinsam besondere Naturmomente und tragen ihre Begeisterung für den Naturschutz weiter.