Wandern im Nationalpark Jasmund

Der Nationalpark lässt sich sehr gut fußläufig über viele Wanderwege und Erlebnispfade erkunden. Auch sportliche Betätigungen in der Natur, wie Laufen, Joggen oder Nordic-Walking, erfreuen sich hier großer Beliebtheit. Damit Wanderer, Läufer und Natur gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, gibt es ein ausgeschildertes Wegenetz und einige Hinweise.

Blau weiße Wanderwegsmarkierung an einer Buche im Nationalpark Jasmund © I. Stodian
Wer den Markierungen folgt, ist immer auf dem richtigen Pfad.
Wer den Markierungen folgt, ist immer auf dem richtigen Pfad.
Wanderer auf Hochuferweg im Frühlingswald im Nationalpark Jasmund © K. Bärwald
Wanderung durch den Frühlingswald entlang des Hochuferweges.
Wanderung durch den Frühlingswald entlang des Hochuferweges.
Orientierungspunkt am Holzpfahl im Wald im Nationalpark Jasmund © K. Bärwald
Orientierungspunke im Gelände erleichtern die Standortbeschreibung, wenn einmal Hilfe gerufen werden muss.
Orientierungspunke im Gelände erleichtern die Standortbeschreibung, wenn einmal Hilfe gerufen werden muss.
Tafel Erlebnispfad Kreide © K. Bärwald
Zwei Erlebnispfade laden zum Entdecken rund um die Themen Kreide und Wald ein.
Zwei Erlebnispfade laden zum Entdecken rund um die Themen Kreide und Wald ein.

Kleiner Fehltritt, große Wirkung

Wald, Steilufer, Moor und Trockenrasen – der Jasmund beherbergt die unterschiedlichsten Lebensräume. Hier sind Pflanzen und Tiere zu Hause, die sehr empfindlich auf Störungen oder Trittschäden durch Menschen reagieren. Ein einziger kleiner Tritt richtet hier einen großen Schaden an. Der Nationalpark lässt sich sehr gut fußläufig, über viele markierte Wanderwege erkunden. Hier gilt absolutes Wegegebot.

Dass Lärm und Müll nicht in die geschützte Natur gehören, versteht sich von selbst. Wer dem Grundsatz "nichts reintragen, nichts raustragen" und den ausgeschilderten Wegen treu bleibt, kommt immer ans Ziel und ist im Nationalpark herzlich willkommen.

Achtung!

Am Geröllstrand unterhalb der Kreidefelsen besteht Lebensgefahr! Regelmäßig brechen Gesteinsbrocken aus der Felswand und stellen eine tödliche Gefahr für Menschen dar. Sicher vor den Gefahren ist nur, wer diese Bereiche meidet.

Wo darf ich wandern?

Hier geht es zur interaktiven Karte mit den Wanderwegen

Wo finde ich die Erlebnispfade?

Hier geht es zur interaktiven Karte mit den Erlebnispfaden 

Zwei Erlebnispfade laden zum Entdecken und Entspannen ein.

Der Kreidepfad führt entlang des Hochuferweges, der Waldpfad beginnt am  Eingang Hagen. Beide Pfade enden am Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL und können dort auch begonnen werden.

Gutes Schuhwerk und Fernglas nicht vergessen

Naturgemäß sind die Wege im Nationalpark von ganz unterschiedlicher Qualität. Wurzeln und auch mal eine Pfütze gehören in einem Wildnisgebiet dazu. Nicht nur deshalb lohnt es sich, die Augen gut offen zu halten. Auch überraschende Tierbeobachtungen sind jederzeit möglich. Da ist gut gerüstet, wer mit seinem Fernglas nah dabei ist, natürlich mit ausreichend Abstand zum Tier.

Empfehlenswerte Wanderungen im Nationalpark

Gummanz: 3 km, Start/Ziel: Kreidemuseum Rügen. Der kleine Rundwanderweg führt vorbei am 73 Tonnen schweren „Opferstein von Quoltitz“. Von der „Schönen Aussicht“ aus kann die Natur-Entwicklung im stillgelegten Kreidebruch betrachtet werden. Vor oder nach der Wanderung lohnt sich der Besuch des Kreidemuseums.

Hochuferweg: 12 km, Start: Lohme, Ziel: Sassnitz. Auf dem blau-weiß-blau markierten Weg geht es von Lohme in Richtung Sassnitz, entlang des Hochufers der Kreideküste. Der Weg schlängelt sich durch den urigen Buchenwald und gibt atemberaubende Blicke auf die Kreideküste und Ostsee frei. Nach etwa vier Kilometern erreichen Sie das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL. Dort beginnt der Erlebnispfad Kreide, der spielerisch informiert. Der Pfad führt auch vorbei am UNESCO-Welterbeforum, wo Sie Informationen rund um die Buchenwälder erwarten. In Sassnitz kann es mit dem Bus wieder zurück nach Lohme gehen.

Hagen: 3 km, Start: Parkplatz Hagen, Ziel: Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL. Der gut ausgebaute Wanderweg führt entlang an alten Mooren, mythischen Seen und märchenhaften Erlenbrüchen. Der Erlebnispfad Wald informiert spielerisch über die Tricks der Natur. Am Ende der Wanderung befindet sich das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL mit der Aussicht vom 118 m hohen Königsstuhl, der durch den Königsweg ab 2022 auch barrierefrei erlebbar wird.