Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL

begrüßt das Jubiläumsjahr

Weit über 80 Gäste folgten der Einladung des Geschäftsführers des Nationalpark-Zentrums, Mark Ehlers, und des Amtsleiters des Nationalparkamtes, Gernot Haffner, zum gemeinsamen Neujahrsempfang. Neben klaren Botschaften in den Grußworten und bildreichen Impressionen aus dem Schutzgebiet und zur Geschichte des Zentrums lud die lockere und herzliche Atmosphäre zu regem Austausch an. Die Eröffnung der Ausstellung zum Fotowettbewerb „15 Jahre – 15 Momente“ gab die passende Einstimmung zum 15. Jubiläum des Nationalpark-Zentrums.

Foto links: P. Lehmann
Minister für Landwirtschaft und Umwelt Till Backhaus spricht anlässlich des Neujahrsempfang am Königsstuhl zu den Gästen.
Foto rechts: K. Bärwald
Schon der herzliche Sektempfang beim Eintreffen regte die Gäste zu munteren Gesprächen an.

Mark Ehlers führte charmant durch das Programm, dankte den Vätern und Müttern des Nationalparks und des Zentrums, blickte auf ein Jahr mit vielen positiven Resonanzen, aber auch einigen Klippen zurück und gab schließlich einen bildreichen Rückblick auf die bewegenden 15 Jahre des Nationalpark-Zentrums. Etwa 4 Millionen Besucher haben die Bildungsstätte inzwischen besucht, ca. 10 Millionen € betrugen die Gesamtinvestitionen. 25.000 Menschen werden im Jahr direkt betreut auf Führungen oder Veranstaltungen der Umweltbildung. Besonders freute ihn, dass immer mehr Insulaner das Zentrum besuchen und betonte: „Wir verstehen uns als Zentrum der Einwohner“.

Stimmen zum Neujahrsempfang

Frank Kracht, Bürgermeister der Stadt Sassnitz
„In den 15 Jahren haben wir es nicht bereut, Gesellschafter der Königsstuhl gGmbH zu sein. Wir können uns dreifach rühmen, mit dem Nationalpark, mit dem UNESCO-Welterbe und mit einem touristischen Hotspot.“

Prof. Dr. Detlef Drenckhahn
erinnerte an die ersten Schritte zum Nationalparkzentrum, die vor 20 Jahren mit dem Engagement des WWF begannen. Mit Blick in die Zukunft sagte er: „Wir haben die Verpflichtung unterschrieben, den Zugang zum Königsstuhl zu gewährleisten und wollen mit dem Bau des Königsweges keine Konflikte mit dem Naturschutz haben.“ Zudem bewegt ihn ein ganz persönliches Versprechen, hier in der Zukunft einen barrierefreien Zugang zum Königsstuhl anzubieten.

Kerstin Kassner, MdB, erlebte nicht nur die Geburtsstunde der Nationalparks als Volkskammerabgeordnete der DDR. Sie hat auch die Entwicklung des Zentrums von Anfang an begleitet und dieses als damalige Landrätin eröffnet. Als Tourismuspolitikerin sieht sie den Königsstuhl als ein Wahrzeichen deutschlandweit. Es ist auch ihr Wunsch, dass hier Umweltbildung für alle Rüganer möglich ist und dass die Bürgerinnen und Bürger bei allen Projekten mitgenommen werden.

Foto: K. Bärwald
Minister Dr. T. Backhaus und Prof D. Drenckhahn bei der Eröffnung der Ausstellung „15 Jahre -15 Momente“

Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus,
begann seine Grußworte mit einem ganz persönlichen Dank an Geschäftsführer Mark Ehlers für seine beispielhafte gute Zusammenarbeit, nicht nur mit dem Nationalparkamt. „Der Nationalpark und das UNESCO-Welterbe sind Flaggschiffe des Naturschutzes und des Tourismus über Ländergrenzen hinweg. Jeder sollte verstehen, dass für die Insel ein weltweiter Ruf entwickelt wurde. In den letzten Jahren wurde die Infrastruktur im Nationalpark hervorragend vorangebracht… Die Erlebbarkeit des Königsstuhls muss erhalten bleiben… Ich kann mir vorstellen, dass dies eine Modellregion für alternative Antriebe wird.“ Mit Blick auf die Diskussionen um die Sperrung des Abstieges am Königsstuhl wiederholte er seine Entscheidung: „Den Abstieg wird es nicht mehr geben“, und ergänzte, dass Naturgewalten weitere Überraschungen bieten werden.

Foto: T. Allrich
Teilnehmer des Workshops von Timm Allrich fotografieren den Sonnenaufgang am Königgstuhl.

Dr. Stefan Kehrt, Landrat,
nutzte den Tag, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen und seine Verbundenheit mit diesem wunderbaren Ort zu bekunden. Er möchte auch künftig keine Diskussion scheuen, um noch offenen Fragen rund um den Naturschutz und die Planungen am Königsstuhl zu klären.

Gernot Haffner, Amtsleiter,
betonte auch an diesem Tag, dass es sein Wunsch ist, dass die Menschen den nun kurzen Weg in das neue Haus der Nationalparkverwaltung nutzen. „Nur die enge Verflechtung und Vielfalt der Angebote des Nationalpark-Zentrums und der Nationalparkverwaltung zusammen machen die Qualität der Besucherangebote des Nationalparks aus. Auch in diesem Jahr wird es über die saisonalen Angebote der Rangerführungen viele Sonderführungen geben. Außerdem wird das Rettungswegesystem komplett ertüchtigt sein und werden die Eingänge für Wanderer neu gestaltet.“

Dr. Ingolf Stodian, Dezernent Gebietsbetreuung Nationalpark Jasmund,
führte bilderreich in die Wasserwelt der Stubnitz ein und erläuterte, was genau wohin fließt und welche Auswirkungen die anstehenden Moorrenaturierungen für den Wasserhaushalt haben. „Gründliche Untersuchungen und Genehmigungsverfahren gehen jeder Maßnahme voraus. Aus Wiesen, die einst zur Befahrbarkeit entwässert wurden, werden wieder Moorwiesen, die begehbar bleiben und genau das Wasser zurückhalten, das ein Moor zum gedeihen braucht. Das ist unser gesetzlicher Managementauftrag.“

Die Höhepunkte im Jubiläumsjahr des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL:

Programm 15 Höhepunkte

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