Kleine Naturschützer und große Müllmonster

An drei Tagen waren in der vergangenen Woche die dritten Klassen der Grundschule Sassnitz im und am Nationalpark Jasmund unterwegs, um an Stränden und einem alten Kreidebruch den diesjährigen Küstenputz zu starten. Gemeinsam mit der Sozialpädagogin Grit Drews, Christin Loll vom Nationalparkamt und der Commerzbank-Umweltpraktikantin Carolin Jaster trugen die Grundschüler eifrig Unmengen Plastikmüll, Kippen, Netze und so manche Kuriositäten zusammen.
„Die Kinder verstanden schnell, dass sie durch die Sammelaktion auch Tiere vor der Verendung gerettet haben, dass der achtlos weggeworfene Müll sonst in die Nahrungskette zum Beispiel von Fischen und Küstenvögeln gelangt“, freute sich Christin Loll. Die Drittklässler erfuhren während ihrer langen Wanderungen mit Handschuhen und Müllsack nicht nur, dass der achtlos weggeworfene Joghurtbecher oder das Fischernetz am Strand verheerende Folgen haben können. Sie protokollierten auch alle ihre Fundstücke genau. Zum Schluss der Sammeltour ließen sie ihrer Phantasie freien Lauf und gestalteten daraus Müllmonster. Der inzwischen traditionelle, jährlich stattfindende Küstenputz ist eine Gemeinschaftsaktion mit dem Biosphärenreservat Südost-Rügen und wird vom VVR und vielen weiteren Partnern unterstützt.


Ziel ist es, gemeinschaftlich und mit Spaß am Mitmachen das Bewusstsein für das ganz globale und aktuelle Thema Meeresmüll in die Region und in die Köpfe vieler Menschen zu bringen. Die eifrigen kleinen Helden haben mit ihren großen Müllmonstern ein deutliches Zeichen gesetzt und werden sicher keinen Müll achtlos in der Landschaft oder ins Meer fallen lassen.

Nationalparkamt Vorpommern


Nachdem die Drittklässler den Strand gründlich leergesammelt haben, wurde die “Beute“ protokolliert und in Müllmonster verwandelt.
Foto: C. Loll

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