Lebensräume

Mittel- und Niederwald

Waldnutzungen in alter Zeit

Vor Erfindung der Motorsäge war der Holzeinschlag mühsam. Um sich die Brennholzgewinnung zu erleichtern, legte man früher siedlungsnah buschartige Waldungen an, die Niederwälder. Das Prinzip der Niederwaldbewirtschaftung ist einfach: Nach dem Fällen treiben einige Baumarten um die Stubben kranzartig neu aus.

Das vorhandene Wurzelwerk führt zu schnellem Wachstum der Triebe. In relativ kurzen Intervallen, bevor die nachgewachsenen Stämme allzu stark sind, kann man reiche Brennholzernte einbringen. Eine andere Form alter Waldbewirtschaftung ist der Mittelwald, eine Kombination aus Nieder- und Hochwald. Hier läßt man einzelne, aus Saat oder Pflanzung hervorgegangene Bäume normal heranwachsen. Diese “Kernwüchse” liefern das Bauholz. Nieder- und Mittelwald sind lichter, auch stärker strukturiert als der Hochwald.
Kulturgeschichtliche wie auch naturkundliche Gründe sprechen dafür, einige Mittel- und Niederwälder im Nationalpark zu erhalten. Sie sind Teil der Pflegezone des Nationalparkes.

<< Zurück zur Übersicht der Lebensräume
© 2019 Nationalparkamt Vorpommern - Impressum
.